Rezensionen zum alten Menge



Die Rezensionen zum alten Menge sagen als zeitgeschichtliche Dokumente viel über seine Rezeption aus (v. a. in Deutschland). Der Menge wurde zu Beginn als das Werk rezipiert, als das ihn sein Verfasser konzipiert hatte: als Schulbuch. Aus dieser Phase (1871-1914) sind uns nur zwei Bemerkungen bekannt: eine lobende Erwähnung in Bursians Jahresberichten von 1873 und ein ungnädiges Urteil in einem didaktischen Werk von 1887.
Offenbar wurde erst die 10. Auflage auch von der Wissenschaft entdeckt. Die einzige methodische Kritik in allen Rezensionen aller Zeiten kommt von Wilhelm Kroll (1914), der sich selbst auf dem Gebiet der lateinischen Grammatikographie Verdienste erworben hat (Lateinische Syntax). Er fordert eine Einarbeitung von neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen und Literaturangaben. Dies begründet er interessanterweise damit, dass sich das Buch nicht mehr an Schüler, sondern an Lehrer und Studenten wende - interessanterweise, weil schon 1914, als das lateinische Skriptum an der Schule noch existierte, der Menge sogar von wissenschaftlichen Koryphäen nicht mehr als schultauglich angesehen wurde.
Krolls lakonische Hinweise auf Monenda hatten auf die weitere Rezeption des werkes keinen Einfluss: weder wurde seinen Forderungen in den Neuauflagen je Rechnung getragen noch versuchten die Rezensionen, diesen Ansatz methodischer und grundsätzlicher Kritik zu verfolgen - zu sehr war der Menge mit seinen Regeln schon kanonisiert, als dass hier ein Untersuchungsbedarf bestanden hätte.
Wie ein Klappentext liest sich daher Hermann Nohls Rezension aus dem Jahre 1916. Diese Rezension ist die einzige unter den von uns aufgefundenen Rezensionen, die den Text Seite für Seite auf Fehler durchkämmt und Korrekturen vorschlägt. Es handelt sich zumeist aber um Trivialitäten oder Nebensächlichkeiten, auch Literaturhinweise wird man vergeblich suchen: zu kontingent und unsystematisch geht Nohl vor.
Von den anderen Rezensionen sei noch die französische von Maurice Leroy aus dem Jahre 1962 erwähnt. Seine Kritik betrifft nicht den Inhalt, sondern die unfreundliche Sperrigkeit eines "venerablen" Werks mit musealem Charakter, Leroy geht sogar so weit, den Sinn der Neuauflage in Frage zu stellen. Seine Rezension ist somit ein Abgesang auf einen bewunderten, aber nicht mehr zeitgemäßen Riesen.

Chronologische Liste der Rezensionen

  1. Bursians Jahresbericht 1 (1873), 677-678

  2. Meusel, H., Jahrbücher für Classische Philologie 19 (1873), 216-238

  3. Aus: Eckstein, Friedrich August, Lateinischer und griechischer Unterricht mit einem Vorwort von W. Schrader (hg. v. Heinrich Weyden), Leipzig 1887, 171

  4. Kroll, Wilhelm, Literaturbericht für das Jahr 1914, Glotta 8 (1917), 308

  5. Grünwald, Eugen, Das humanistische Gymnasium 26 (1915) 54

  6. Nohl, Hermann, Wochenschrift für Klassische Philologie 33 (1916), 130-137

  7. Tränkle, Hermann, Gymnasium 67 (1960), 571-572

  8. Leroy, Maurice, Latomus 21 (1962), 225

  9. Erb, J., MDAV 15 (1972), Nr. 2, 19-20


Bursians JB 1 (1873), 677-678:
Die Rezension in der ersten Nummer der Bursianschen Jahresberichte ist die erste Rezension zum ersten Menge. Der Menge wird zusammen mit einem Werk, das die Reimregeln zum Erlernen der Genera empfiehlt, zu den "Schriften rein pädagogischen Inhalts" gezählt. Die vollständige Rezension hat den folgenden Wortlaut:

Repetitorium der lateinischen Syntax und Stilistik von Dr. H. Menge. 2 Theile. VII und 400 S.8. Braunschweig, 1873.
"Das Buch ist, wie der Verfasser in der Vorrede mittheilt, unmittelbar aus der Erfahrung desselben beim lateinischen Unterricht hervorgegangen. Es behandelt im ersten Theil die Formenlehre, im zweiten die Syntax in der üblichen Reihenfolge der einzelnen Abschnitte [Hervorhebung von uns], nur sind die Pronomina den Conjugationen nachgestellt. Die erste Hälfte jedes Theiles enthält die Fragen, die zweite die zugehörigen Antworten. Die ersteren bestehen theils aus Sätzen oder Constructionen, bei denen eine grammatische Regel zu befolgen ist und deren Uebersetzung man unter Hinzufügung dieser Regel in der zweiten Hälfte angegeben findet, theils ist nach der Regel selbst befragt, theils sind fehlerhafte Sätze mit der Frage nach ihrer Richtigkeit vorgelegt, worauf die Antworten in der zweiten Hälfte ebenfalls erfolgen. Während im ersten Theil, wo die Frage oft einen ganzen Abschnitt der Syntax oder Stilistik umfasst (z. B. N. 605 Gebrauch des Imperfect; 613 Arten des Conjunctiv in Hauptsätzen; 639 Grundregeln der lat. Wortstellung), zu ausführlichen syntaktischen und stilistischen Erörterungen, die jedoch beständig von einer Anzahl Beispielen zur Verdeutlichung des Gesagten begleitet sind. Fragen wie Antworten haben eine bestimmte und klare Fassung. Durch den beigegebenen genauen Index ist das schnelle Auffinden der gesuchten Nummer ermöglicht. Die Reichhaltigkeit der Sammlung ist schon aus der Zahl der 655 Nummern ersichtlich, welche grossentheils wieder nicht einfache Fragen, sondern Zusammenstellungen einer grösseren Anzahl von Uebungssätzen enthalten. Wenn auch hauptsächlich für die Repetition in der Prima bestimmt, so werden die bezüglichen Abschnitte doch auch häufig schon in frühern Classen zur Einübung der gelernten Regeln verwendbar sein.
Mag man nun auch einen Theil des gebotenen Materials für weniger brauchbar halten - vielleicht dürften namentlich die zur Correctur gegebenen fehlerhaften Sätze mit Vorsicht zu benutzen sein, da Schüler bekanntlich das Falsche stets leichter behalten als das Richtige - , so wird doch jeder bei so reicher Auswahl trotz einzelner vom Verfasser selbst im Vorwort zum zweiten Theil erwähnter Lücken noch genug finden, was seinen Anforderungen entspricht."

Meusel, H., Jahrbücher für Classische Philologie 19 (1873)

"Veranlassung zur abfassung dieses repetitoriums war die vom verf. gemachte erfahrung, die leider nur selten einem lehrer des lateinischen in prima erspart bleibt, dasz 'bei weitem die meisten primaner in der formenlehre eine bedauerliche unsicherheit manifestieren, und dasz selbst die wichtigsten regeln der syntax entweder terra incognita sind oder wie einst Delos als unfixierte eilande im meere umherschwimmen'. [...] und so entschlosz sich denn der verf., für seine schüler die lateinische grammatik, stilistik und synonymik zum zweck der repetition selbst zu bearbeiten [...] [seine arbeit] behandelt nach der auf s. VIII gegebenen inhaltsübersicht: 1) allgemeine vorbemerkungen. lautlehre 2) redetheile. geschlecht. declination. ableitung der substantive und adjective. 3) comparation. syntax des comparativs und superlativs. 4) zahlwörter. 5) conjugationen. 6) pronomina. 7) adverbia. 8) präpositionen. 9) conjunctionen. der inhalt des buches ist aber viel reicher, als man nach dieser inhaltsangabe vermuten wird. grammatik, stilistik und synonymik sind in ansprechender weise verbunden. überhaupt ist das ganze mit groszem praktischen geschick angelegt. die äuszere form, in welche die regeln gekleidet sind, ist die der frage und antwort. die ersten 77 seiten enthalten die fragen, welche in dem übrigen teil des buches ihre beantwortung finden. diese form ist geeignet, das interesse des schülers immer rege zu erhalten. dafür ist auszerdem gesorgt durch vielfache abwechslung und grosze mannigfaltigkeit. die verschiedenartigsten fragen wechseln ab mit immer neuen und anregenden übungsaufgaben. dabei sind auch eine menge dinge berücksichtigt, die sich in den gewöhnlichen schulbüchern nicht finden und die der schüler doch wissen musz, dinge, die immer wieder beim unterricht vorkommen und gegen die immer von neuem wieder gefehlt wird. [... Es folgt eine lange Reihe von unkommentierten Beispielen aus dem Menge] Man sieht also, ein reicher stoff ist in diesem buche geboten und, wie schon bemerkt, in recht geschickter weise behandelt. dasz jedoch bei einem solchen ersten versuch nicht alles in gleicher weise gelingt, ist nur zu natürlich. es sei dem unterzeichneten gestattet, im folgenden auf eine anzahl mängel, die ihm bei der durchsicht des buches aufgestoszen sind, aufmerksam zu machen und damit eine reihe von verbesserungsvorschlägen zu verbinden. die nachfolgenden bemerkungen sind aus dem wunsche hervorgegangen, zur vervollkommnung des buches einiges beizutragen.
[... Es folgt eine Druckfehlerliste, eine Aufzählung der orthographischen Fehler im Lateinischen und einige wenige Beispiel zu Inkonsequenzen bei der Übersetzung (v. a. moderner Eigennamen), Bemerkungen zum deutschen Ausdruck, kleinere Übersetzungsfehler, grammatikalische Schnitzer]
Aber auch sonst findet sich in der übersetzung der übungsbeispiele manches, was nicht zu billigen ist und wofür sich schwerlich eine gute autorität nachweisen läszt. und wenn sich auch dies und jenes durch eine oder einige wenige stellen eines guten autors belegen läszt, so darf es darum doch noch nicht (darüber sind wol alle pädagogen einig) schülern zur nachahmung empfohlen werden. so 217,1 'Frankreich erstreckt sich von den Pyrenäen ... bis an den Rhein ...' Gallia porrigitur a ... ad. porrigi von localitäten findet sich bei Justin, Plinius usw., aber der hr. verf. hat ja das bestreben, möglichst auf Cicero zurückzugehen und diesen als vorbild aufzustellen. und mit recht meiner ansicht nach: wo Cicero (oder Caesar, der diesem vollständig gleichzustellen ist) einen entsprechenden ausdruck bieten, müssen wir diesen einem solchen, der erst bei Livius und späteren sich findet, vorziehen. weshalb also nicht pertinet, wie z. b. Caes. b. g. I 1,7: Aquitania a Garumna flumine ad Pyrenaeos montes pertinet. [... Im Folgenden weist Meusel weitere Übernahmen aus unklassischen Autoren nach] nachgebildet ist dies [de cena dormire] jedenfalls dem Plautinischen [...] aber wir müssen doch in der nachahmung der komiker, aus denen in dem vorliegenden buche manches entnommen ist, etwas vorsichtig sein. mit dem Ciceronischen (ad Att. 12,3,1) statim de auctione venire verhält es sich, obgleich wir übersetzen werden 'unmittelbar nach' doch noch etwas anders. de von der zeit dürfen unsere schüler nur in der bedeutung 'noch während' gebrauchen; cf. de tertia vigilia usw. [...] 347,4 'die soldaten standen bis an den hals im wasser' 'milites collo tenus in aqua stabant'. Tenus findet sich bei Caesar gar nicht, bei Cic. (abgesehen von verbo tenus) wol nur in geographischen bestimmungen; am besten wird es demnach in andern verbindungen gemieden, und der obige satz könnte mit Caesar b. g. V 18,5 und b. c. I 62,2 gegeben werden: solo capite ex aqua extabant. [... Es folgen weitere Beispiele, dann geht Meusel zur Kritik falscher Formen über und bespricht auch Schwierigkeiten bei der Feststellung der korrekten Quantität.] [Beruhigend ist, dass sich die Probleme seit über 100 Jahren nicht verändert haben: nur waren es früher die Probleme von Schülern, heute kehren sie auf einem vermeintlich höheren Niveau in der Universität wieder:] in 136 möchte ich als beispiel für den wegfall der reduplication in compositis statt detondeo lieber respondeo und attingo, von denen ich schon mehrmals von primanern responsi und attinxi zu hören und zu lesen bekommen habe. [Die Rezension schließt mit Bemerkungen zur Notwendigkeit etymologischer Herleitungen und historischer Hinweise.]

Aus: Eckstein, Friedrich August, Lateinischer und griechischer Unterricht mit einem Vorwort von W. Schrader (hg. v. Heinrich Weyden), Leipzig 1887, 171:
Die vielleicht vernichtendste Kritik am alten Menge

"Eine Fortführung des grammatischen Unterrichts durch die oberen Klassen, wie sie bald als bloße Repetition bald als sogenannte eingehendere oder tiefere Begründung vielfach sich findet, ist nicht erforderlich. Allerdings müssen die erworbenen Kenntnisse erhalten und erweitert werden, aber es soll dies geschehen in Anschluss an die Lektüre und an die schriftlichen Übungen. Nun gar ein stilistisches Lehrbuch in die Hand zu geben und durchzugehen ist nicht empfehlenswert. Für diese Stufe ist Menges Repetitorium (1873 und 1874, fünfte Auflage 1885) bestimmt, ein Buch, das in seiner Form mit Fragen und Antworten kindlich, in seinem Inhalte zu weitschichtig ist." [Hervorhebung von uns]

Grünwald, Eugen, Das humanistische Gymnasium 26 (1915) 54:
Eine kurze Rezension der 10. Auflage des lateinischen und der 7. Auflage des griechischen Menge:

"Mit einer rührenden Liebe hängt der Verfasser an seinem Erstlingswerke, das er von Auflage zu Auflage unverdrossen verbessert, ergänzt, das er aber auch mehr und mehr anerkannt gesehen hat. Es ist ein - jetzt wohl hauptsächlich für den Lehrer - zuverlässiges Nachschlagebuch und verrät in der Fassung der Regeln und Auswahl der Beispiele den praktischen Schulmann. Ein reichhaltiges und gewissenhaft angefertigtes Register erleichtert die Benutzung. Wir beglückwünschen den ehrwürdigen Verfasser zu dem verdienten Erfolge."

Kroll, Wilhelm, Literaturbericht für das Jahr 1914, Glotta 8 (1917), 308:
Eine kurze Rezension zur 10. Auflage

"Da das Buch rein praktischen Zwecken dient und zwar offenbar mit Erfolg, so erübrigt sich eine Kritik an dieser Stelle; doch möchte ich den Wunsch aussprechen, daß die lehrhaften Abschnitte mehr mit der modernen Wissenschaft in Einklang gebracht und daß einige Hinweise auf wissenschaftliche Literatur eingefügt werden: denn von den drei Kategorieen [sic] von Benutzern, an die der Verf. nach dem Titel gedacht hat, fallen die "vorgeschrittenen Schüler" heute wohl ganz weg, und Lehrer wie Studenten können solche Hinweise gut gebrauchen."

Nohl, Hermann, Wochenschrift für Klassische Philologie 33 (1916), 130-137:
Diese gewissenhafte und ausführliche Rezension geht einzelne Fehler im alten Menge durch, wobei es sich in der Mehrzahl um orthographische Versehen, Dubletten oder inhaltliche Quisquilien handelt. Wir zitieren den Anfang bis zum Einsatz der Korrekturen.

"In jungen Jahren habe ich das Mengesche Repetitorium, damals ein schlankes Büchlein, gern benutzt; dann ist es mir aus den Augen gekommen und leider habe ich es erst jetzt in seiner ausgewachsenen Gestalt als Repertorium kennen gelernt - leider, denn viel mühevolles Nachschlagen und Suchen hätte ich mir durch dieses Buch ersparen können. Ich kenne kein andres Werk, in dem man sich so schnell und zuverlässig über den Sprachgebrauch unterrichten kann; sorgfältig wird unterschieden, was bei den KLassikern gebräuchlich ist, was bei ihnen seltener vorkommt, was nachklassisch ist; zahlreiche Beispiele erläutern und belegen die Regeln, bei seltenen Konstruktionen wird der Fundort angegeben. Daneben eine Fülle von exempla ficta, d. h. Übersetzungsbeispielen zur Einübung der Regeln und zur Verhütung von Fehlern. Ein ausführlicher und sorgfältiger Index von 60 Seiten, der sehr praktisch angelegt ist, ermöglicht es, das Gesuchte schnell und sicher zu finden.
Mit immer neuer Sorgfalt hat der Verfasser sein Werk gefördert, auch die 10. Auflage weist zahlreiche Verbesserungen und Zusätze auf, und ich wüßte keine erheblichen Einwendungen zu machen. Daß im einzelnen bei einer so gewaltigen Masse von Beispielen und Zitaten sich Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen haben, war nicht zu vermeiden. Einiges, was mir bei der Durchsicht aufgefallen ist, will ich hier anführen; möge der verehrte Herr Verfasser diese Bemerkungen als Zeichen meines Dankes betrachten und freundlich aufnehmen."

Tränkle, Hermann, Gymnasium 67 (1960), 571-572:
In Tränkles Rezension wird nicht nur die 13. Auflage des Menge, sondern auch (ausführlicher) O. Schönbergers "Übungsbuch des lateinischen Stils" besprochen. Die Passage zum Menge sei in vollem Wortlaut zitiert (S. 571):

"Über die unveränderte Neuauflage des längst bewährten Repetitoriums von H. Menge in der Bearbeitung von A. Thierfelder sind nicht viel Worte nötig: Zeigt doch allein die Tatsache, daß das Werk seit dem Jahre 1953 bereits dreimal abgedruckt werden mußte, wie sehr sein Wiedererscheinen einem Bedürfnis entspricht. Das Wissen des vorigen Jahrhunderts auf dem Gebiet der lateinischen Stilistik ist nirgends so übersichtlich knapp und doch so vollständig dargestellt wie hier, und in manchem ist es noch heute für die Arbeit unentbehrlich, etwa in der Frage nach Bedeutung und Gebrauch der einzelnen beiordnenden Konjunktionen. Freilich, dort geschieht Unheil, wo die Regeln und Formulierungen des Reptitoriums einfach gelernt werden, was, soviel ich sehe, unter Studenten gar nicht selten geschieht. Die lateinische Stilforschung ist in vielem weitergeschritten und die neueren Werke sind immer wieder zum Vergleich heranzuziehen. Manches von ihren Ergebnissen ist übrigens von A. Thierfelder in die wichtigen Nachträge zum Repetitorium eingearbeitet worden, auf die hier mit Nachdruck hingewiesen sei."

Leroy, Maurice, Latomus 21 (1962), 225:

"Professeur de gymnase, H.Menge avait fait paraître en 1871 quelques chapitres du cours de syntaxe latine, qu'il professait; deux ans plus tard, il en donnait une édition d'ensemble qui, à partir de 1885, allait inclure dans son titre le terme Repetitorium qui fit fortune dans la suite. L'oeuvre était conçue sous forme de questions et réponses auxquelles s'ajoutent de nombreux exercises de thèmes ou versions; constamment revue et amplifiée, elle connut de nombreuses éditions au cours de la carrière exceptionellement longue de l'auteur (Menge mourut en 1939 à l'âge de 98 ans!). Andr. Thierfelder, reprenant le manuscrit d'une nouvelle édition (la onzième) projetée par l'auteur a revu l'ensemble et l'a muni de quelques Nachträge. Il y a dans ce gros volume de près 600 pages une étonnante richesse d'exemples illustrant les "règles" et les "exceptions" de la syntaxe latine mais cette abondance de biens est plutot un défaut car le texte touffu est mal aéré (il y a un index mais pas de table permettant de prendre une vue d'ensemble de l'exposé) et rébarbatif. Le tout est d'ailleurs tr'es "vieux style" et la stylistique, par exemple, consiste essentiellement en recettes de l'anciennes rhetorique (figures de style, etc.). Avouerons-nous que nous n'apercevons pas très bien l'intérêt qu'il avit à rééditer ce volume vénérable?"

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